Juni 2014

Mannschafts-Europameisterschaften Senioren 2014 mit FCL-Fechtern

Es waren die zwölften Meisterschaften dieser Art, die diesmal im Porec/Kroatien ausgetragen wurden. Erstmalig gab es zwei Altersklassen: 150+ (Altersdurchschnitt mindestens 50 Jahre), und 195+ (mit einem Altersdurchschnitt ab 65 Jahren).

 Vier Senioren des FCL waren vom DFB nominiert worden:

Manuela Speer gab ihr Debüt im Team DD 150+, Bernd und Peter Brock (HS 150+) gehörten zum erfahrenen Stamm ihrer Kategorie, und Helmut Helfricht (HS 195+) schaute ein wenig skeptisch auf das, was ihn in der zweiten Säbelmannschaft mit seinen Mitstreitern erwarten würde.

 Aus der Skepsis waren am Abend des ersten Wettkampftages Überraschung und Freude geworden. Es hatte wohl kaum einer damit gerechnet, dass man bei diesem Säbelwettbewerb auf der Finalbahn stehen würde. Dort musste man sich Russland beugen, aber die starken Ungarn und die favorisierten Italiener waren geschlagen, und es gab weitere Mannschaften, die nicht zu Unrecht mit einem Podestplatz geliebäugelt hatten.

Es war die Leistung einer ausgeglichenen Mannschaft mit ihrem Mannschaftsführer Wilfried Schneider, der von Anfang an mit mutigen Vorschlägen alle in das Wettkampfgeschehen einbezog. Die jeweiligen Starter dankten es mit großartigen Einzelleistungen. Der Vize-Europameistertitel war der Lohn.

 Kurz zuvor konnte sich auch Manuela Speer mit einer Silbermedaille schmücken. Deutschland unterlag im Damendegen am Ende Frankreich und musste seine Hoffnungen auf Gold begraben. Kein Grund traurig zu sein, schon gar nicht wenn sich erstmalig in diese starke Mannschaft hineingekämpft hat. Glückwunsch Manuela!

 An diesem ersten Tag stand Deutschland übrigens in allen vier Finalkämpfen auf der Bahn. Dreimal siegte Frankreich, einmal Russland. Auf Gold (in den darauf folgenden Tagen durch HF 195+ und DS 150+) musste das deutsche Team noch warten.

 Am zweiten Wettkampftag gingen auch Bernd und Peter Brock an den Start. Die jüngere Säbelmannschaft erwischte in dem hochklassigen Teilnehmerfeld zunächst einen schlechten Start, Pech und Verletzung kamen hinzu, die Mannschaft wurde neu geformt.

Im Direktausscheid gegen Lettland, Spanien, Italien und Ungarn rafften sie sich noch einmal auf und schafften, woran sie fast nicht mehr geglaubt hatten. Kampfgeist und mannschaftsdienliches Verhalten waren der Schlüssel dafür, dass am Abend eine glückliche Mannschaft Bronze auf dem Podest entgegennehmen konnte.

 Will man die Statistik aus der Sicht des FCL bemühen, kann man mehr als zufrieden sein. Vier Starter kehrten mir je einer Medaille zurück, nur Gold war nicht dabei.

 Gelernt ist gelernt könnte man sagen. Die Erfolge unserer Senioren haben ihre Wurzel zweifellos vor allem in der Arbeit von ausgezeichneten Trainern in der Vergangenheit oder auch heute. Sie sprechen für die lange und gute Tradition des FCL, und es ist zu wünschen, dass wir noch lange davon profitieren können.

 Helmut Helfricht

 

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